| Datum: | 02.03.2026 |
| Ort: | Wertstoffsammelzentrum Ernstbrunn |
| Übungsart: | Branddienstübung |
Am Montagabend dem 02. März fand unsere monatliche Übung statt. Im Mittelpunkt stand diesmal der Branddienst. Als Übungsobjekt stand uns das Wertstoffsammelzentrum Ernstbrunn zur Verfügung.
Übungsannahme war eine Verpuffung aus unbekannter Ursache mit einer vermissten Person im Gebäude.
Nach dem Eintreffen wurden die beiden Gruppenkommandanten unserer Tanklöschfahrzeuge vom Übungsleiter angewiesen, das Objekt über zwei unterschiedliche Zugänge zu betreten. Zwei Atemschutztrupps begannen umgehend mit der Personensuche im Inneren, ein dritter Trupp stand als Reservetrupp in Bereitschaft.
Bereits nach kurzer Zeit konnte ein Atemschutztrupp eine bewusstlose Person auffinden und ins Freie bringen. Dort wurde die reglose Person von unseren Kräften bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut.
Währenddessen entdeckte der zweite Atemschutztrupp im Gebäude einen beschädigten und auslaufenden Behälter mit Gefahrennummer. Aufgrund eines Kommunikationsfehlers wurde zunächst eine falsche Stoffnummer weitergegeben. Dadurch entstand kurzzeitig Unruhe an der Einsatzstelle, da der Verdacht auf einen radioaktiven Stoff im Raum stand.
In der Folge wurde das Gebäude geräumt und alle Atemschutztrupps zogen sich geordnet zurück. In dieser Phase brach plötzlich ein Atemschutzgeräteträger zusammen. Der Rettungstrupp machte sich umgehend bereit. Da ein weiteres Vorgehen zusätzlicher Kräfte im Gebäude die Lage verschärft hätte, mussten die beiden Truppmitglieder ihren gesundheitlich beeinträchtigten Kameraden selbst ins Freie bringen.
Nach einer kurzen, durchaus intensiven Phase konnte Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich nicht um Radioaktivität, sondern um ein quecksilberhaltiges Pestizid.
Bereits bei der ersten Meldung über einen möglichen Gefahrenstoff wurden durch den Übungsleiter zusätzliche Feuerwehr- und Spezialkräfte nachalarmiert.
Nach gut einer Stunde erklärte der Übungsausarbeiter das Übungsende. Im Anschluss wurde bei einem kurzen Gruppenfoto sowie einer gemeinsamen Nachbesprechung das Vorgehen analysiert. Dabei wurden Fehler offen angesprochen, um aus ihnen zu lernen und für zukünftige Einsätze bestmöglich vorbereitet zu sein.

