| Datum: | 02.02.2026 |
| Ort: | Ernstbrunn |
| Übungsart: | Technische Übung, Menschenrettung |
Am Montag, dem 02.02.2026, stand bei uns eine Übung zum Thema Retten aus Höhen am Programm.
Übungsannahme war ein selbständiger Baumpfleger, der alleine arbeitete und nach einem Sturz bewegungslos in seinem Auffanggurt hängen blieb. Dabei wurde von einem sogenannten Hängetrauma ausgegangen, einem lebensbedrohlichen Zustand, bei dem durch das regungslose Hängen Blut in den Beinen versackt. Ohne rasche Rettung, idealerweise innerhalb von 10 bis 20 Minuten, drohen Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall der Tod.
Angenommen wurde auch, dass sich das Szenario in einem Innenhof abspielt, in dem keine Zufahrt mit unserem WLF-K möglich war. Somit mussten wir uns mit den vorhandenen Mitteln und der vorhandenen Ausrüstung behelfen.
Ein erster Versuch wurde gestartet, die verunfallte Person mittels Ausschubleiter zu erreichen. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass wir trotz aller Bemühungen nicht ausreichend an die Person herankamen. Also wurde nochmals gemeinsam überlegt, welche weiteren Möglichkeiten zur Rettung bestehen.
Am Punkt gebracht sind wir mit unseren Ressourcen und unserer Ausrüstung an unsere Grenzen gestoßen. Gemeinsam wurde entschieden, dass wir der Person unter diesen Umständen nicht weiterhelfen konnten und in so einem Fall umgehend entsprechendes Fachpersonal hinzugezogen werden müsste, was realistisch betrachtet bereits bei der Alarmierung notwendig gewesen wäre.
Nach dieser Erkenntnis wurde die Übung beendet.
Auch wenn das Szenario kein Happy End hatte, war es eine wichtige und lehrreiche Übung. Denn zu wissen, wo die eigenen Grenzen liegen und wann zusätzliche Kräfte erforderlich sind, ist genauso entscheidend wie eine erfolgreiche Rettung.

