| Datum: | 01.06.2026 |
| Ort: | L28 Richtung Naglern |
| Übungsart: | Menschenrettung nach Verkehrsunfall |
Am Montagabend, dem 1. Juni 2026, fand unsere monatliche Übung statt. Übungsannahme war eine Menschenrettung nach einem Verkehrsunfall.
Ein Fahrzeug war von der Fahrbahn abgekommen und nach einem Straßendurchlass in einem tiefen Graben zum Stillstand gekommen. Aufgrund der ungünstigen Lage des Kleinwagens gestaltete sich der Zugang zur verunfallten Person im Fahrzeug äußerst schwierig, wodurch auch die Erstversorgung erschwert wurde.
Nach dem Eintreffen am Übungsort veranlasste der Einsatzleiter umgehend die Absicherung der Unfallstelle sowie den Aufbau des Brandschutzes. Gleichzeitig wurde damit begonnen, einen sicheren Zugang zum Unfallfahrzeug zu schaffen.
Die Mannschaften des Rüstlöschfahrzeuges und des Hilfeleistungsfahrzeuges arbeiteten dabei Hand in Hand, um die eingeklemmte Person rasch zu erreichen. Nachdem das Fahrzeug gesichert worden war, wurde die Heckscheibe mittels Federkörner entfernt. Dadurch konnte ein Feuerwehrmitglied in das Fahrzeuginnere gelangen und die Person betreuen.
Um keine wertvolle Zeit zu verlieren, entschied sich der Einsatzleiter für eine möglichst rasche Rettung der verunfallten Person. Die Fahrertür konnte von innen geöffnet werden. Währenddessen stellte sich jedoch heraus, dass die im Fahrzeug befindliche Person auf dem Beifahrersitz angeschnallt war. Da vom Lenker jede Spur fehlte, wurde umgehend eine Personensuche eingeleitet.
Der Beifahrer konnte schließlich mithilfe eines Spineboards aus dem Fahrzeug gerettet werden. Anschließend wurde die Person mittels Korbschleiftrage und über eine Leiter aus dem Graben zu den Rettungskräften transportiert.
Auch die Personensuche konnte kurze Zeit später erfolgreich beendet werden, da der vermisste Lenker von der Polizei aufgefunden werden konnte.
Bevor das Unfallfahrzeug mit dem Kran des Wechselladefahrzeuges geborgen wurde, fand noch eine ausführliche Übungsnachbesprechung statt. Dabei wurden die gewählten Vorgehensweisen analysiert sowie deren Vor- und Nachteile besprochen. Darüber hinaus wurden alternative Taktiken und Rettungsmöglichkeiten theoretisch durchgesprochen.
Alles in allem war es eine sehr gut ausgearbeitete und anspruchsvolle Übung, die einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig eine gute und koordinierte Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte ist.

